Dni Skoczowa
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Das Gustaw-Morcinek-Museum

Das Gustaw-Morcinek-Museum in Skocz?w
Abteilung des Teschener Schlesien-Museums in Cieszyn
43-430 Skocz?w, Fabryczna-Straße 5
Tel./Fax: (033) 853 29 13
Museumsleiterin: Halina Szotek

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9:00 – 15:00
Mittwoch: 9:00 – 17:00
Samstag, Sonntag: 10:00 – 14:00

Das Museum ist am Montag und an den Festtagen geschlossen.
Die Ausstellung kann auch außer den Öffnungszeiten nach der früheren Vereinbarung zur Verfügung gestellt werplen.
Eintrittspreise:
normale Eintrittskarten: 3,00 Zloty pro Person
ermäßigte Eintrittskarten: 1,50 Zloty pro Person
Besichtigung mit einem Führer: 30 Zloty
„Museumsunterricht”: 30 Zloty

Museumstraditionen von Skocz?w sind mit dem Anfang des XX. Jahrhunderts verbunden. Das erste Museum wurde 1913 im Skotschauer Schloss geöffnet. Das war das private Beskidzkie-Museum, das vom Skotschauer Einwohner Karol Prus gegründet wurde. Es hat Natur-, Archäologie- und Geologiesammlungen umfasst. 1918 wurde das Museum aus Rücksicht auf den Platzmangel und die teilweise Zerstörung von Ausstellungsstücken während des I. Weltkrieges geschlossen. Manche Ausstellungsstücke wurden verkauft oder dem Museum in Cieszyn übergeben.

Im Dezember 1964 wurde in Skocz?w in der Villa, in der Leśna-Straße das Biographische Museum geöffnet. Es war dem Leben und Schaffen von Gustaw Morcinek gewidmet, der seit 1919 mit Skocz?w verbunden war. Es wurden Innenräume, die Bibliothek, Andenken,Typoskripte und der Briefwechsel des Schriftstellers zur Verfügung gestellt. Das Museum hat Frau Waleria Kuglin geführt und die sachliche Aufsicht hatte das Museum in Cieszyn. Nach dem Tod von Frau Kuglin im Jahre 1974 wurde das Museum geschlossen. Ein Teil der Ausstattung und der Andenken  des Schriftstellers wurde dem Museum in Cieszyn übergeben.

1982 wurde von dem Woiwoden von Bielsko-Biała das Gustaw-Morcinek-Museum in der Fabryczna-Straße 5 in Skocz?w ins Leben gerufen. Das Museum wurde am 20.12.1986 nach der vollständigen Renovierung des unter Denkmalschutz stehenden Mietshauses mit den aus dem XIV. Jahrhundert stammenden Kellern und der Rokokofassade aus dem Jahre 1793 geöffnet. 

Die ständige Ausstellung umfasst die Urgeschichte der Teschener Region – von der Steinzeit bis zum Mittelalter, besonders die Geschichte der Vorzeitburg vom VII. bis zum IX. Jahrhundert in dem Dorf Międzyświeć bei Skocz?w, die für die ursprüngliche Ortschaft Skocz?w gehalten wird. Ein Teil von archäologischen Ausstellungsstücken kommt aus den früheren Sammlungen von Karol Prus und die ganze Ausstellung wurde in den stilvollen Kellern untergebracht. Drei Säle im Erdgeschoss wurden dem Schirmherrn vom Museum gewidmet und zeigen sein Leben und Schaffen. Die Mehrheit von dargestellten Urkunden, Fotos und Verlagen kommt aus dem damaligen Biographischen Museum von G. Morcinek. In dem Raum der früheren Schlosskapelle wurde das Kabinett des Schriftstellers mit seinem Schreibtisch, seiner Schreibmaschine und Bibliothek errichtet. Im Saal von der Front werden Dokumente präsentiert, die die Geschichte von Skocz?w zeigen. Es gibt hier fürstliche, kaiserliche, städtische Dokumente, Münzen aus der fürstlichen Münzanstalt in Skocz?w, wertvolle Landkarten, Pläne und andere Andenken aus der Vergangenheit. Im ersten Stock ist die Ausstellung des Teschener Gewerbes, besonders solcher Branchen, die sich in der Skotschauer-Teschener Region am besten entwickelt haben, z.B. Gerberei, Anfertigen von Hüten, Lebküchlerei, Töpferei, Löten, Goldschmiedekunst, Uhrmacherhandwerk und andere. Es werden Werkzeuge, Erzeugnisse des Handwerks und Gegenstände der Zunft, darunter Fahnen, Zunfttruhen, Dokumente usw. präsentiert. Eine zusätzliche Attraktion ist die unter Denkmalschutz stehende Feuerspritze aus dem Jahre 1907, sie steht im Garten hinter dem Museum. Jedes Jahr werden zeitliche Ausstellungen organisiert, die mit der Geschichte und den Traditionen von der Region verbunden sind. Sie präsentieren Gestalten von verdienten Menschen, ihr Schaffen und erweitern die Thematik der ständigen Ausstellung. Das Museum bietet ihren Führer (für die Gruppen) und Organisation von Museumsunterrichtsstunden an (nach dem früheren Festlegen des Termins und des Themas). Die Thematik von Museumsunterrichtsstunden hängt von den Bedürfnissen der Schulen ab und ist mit ihren behandelten Themen verbunden. Sie bezieht sich auf die Urgeschichte der Teschener Region, die Entstehung und Legenden von Skocz?w, das Teschener Gewerbe, die Geschichte des Teschener Fürstentums und das Leben und Schaffen von Gustaw Morcinek.
  
Das Museum hat für die Touristen zwei Routen festgelegt, d.h.: „Morcinek-Route” und „Sarkander-Route”. Man kann für die Gruppen eine Führung bestellen. Wir bieten auch Filme z. B. über Gustaw Morcinek, St. Jan Sarkander, die Geschichte von Skocz?w, Juden von Skocz?w oder die Teschener Tracht an.
Bibliotheks- und Archivsammlungen können zu den wissenschaftlichen Forschungen oder publizistischen Arbeiten benutzt werden. Seit ein paar Jahren machen die Studenten von verschiedenen Hochschulen ein Praktikum im Museum. Die Studenten der Schlesischen Universität kommen ins Museum und nehmen an den Unterrichtsstunden zum Thema: Regionalismus und Mundarten teil.
Am Museum wirkt der Hauptvorstand der Gesellschaft von Gustaw Morcinek. Es werden gemeinsam verschiedene wissenschaftliche Vorträge, Wettbewerbe, Jahrfeier organisiert - vor allem mit dem Schirmherrn verbunden. Seit dem Jahre 1990 befindet sich hier die Redaktion der lokalen Halbmonatsschrift „Gazeta Skoczowska” und seit 1993 werden die Skotschauer Kalender herausgegeben.

Seit dem Jahre 1993 arbeitet am Museum „der Vorschlagsklub”, der zweimal pro Monat Treffen mit interessanten Leuten organisiert. Die publizistische, Verlags- und Bildungstätigkeit lässt die Kenntnisse über die Region, ihre Menschen erweitern. Mehrmals im Jahr finden im Mueseum Dichter-Musikabende, Musikkonzerte und Präsentationen von lokalen Verlagen statt. Das Museum arbeitet mit den Hochschulen, Museen, Bibliotheken und anderen Institutionen im Innland und im Ausland zusammen.